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LCD und Plasmafernseher Je größer, desto ,,gefräßiger"



Fernsehen

Bildquelle: aboutpixel.de / Zappa © ondrasch

Ein neuer Fernseher muss her? Dann gilt zumeist das Motto: je größer, desto besser! Vielen Verbrauchern ist dabei aber nicht klar, dass eine doppelt so große Bilddiagonale im Schnitt dreifach höhere Stromkosten verursacht. Ein Plasma-TV kann im Laufe seines Lebens Strom für rund 1 000 Euro und mehr verbrauchen.


Neugeräte steigern Energiekosten


Ob Plasma oder LCD, die neuesten Fernsehmodelle sind gefragt. Hauptsache flach und groß. Schließlich versprechen die Hersteller Kinovergnügen auch in den eigenen vier Wänden. Anders als bei Kühlschränken und anderen großen Haushaltsgeräten bedeutet der Neukauf eines Fernsehers jedoch nicht automatisch einen geringeren Stromverbrauch. Im Gegenteil: Neue große Fernseher verzehren meist mehr Energie als ihre kleineren Vorgänger.


Kostenfaktor Bilddiagonale


Je nach Bildschirmgröße und Gerätetyp (Röhre/LCD/Plasma) variiert der Energiehunger der Geräte im Betrieb zwischen 40 und 450 Watt. Ausschlaggebend ist letztlich die Größe des Bildschirms. Denn für Fernseher gilt generell: je größer die Bilddiagonale, desto größer auch der Stromverbrauch. Eine Verdoppelung der Bilddiagonale führt zu einer vierfach größeren Bildfläche. Ein teures Vergnügen, da letzten Endes auch der Stromverbrauch deutlich in die Höhe steigt.


TV-Konsum nimmt mit dem Alter zu


Mit Tatort, Tagesschau und Co. schafft es jeder Einzelne von uns im Schnitt drei bis vier Stunden vor der Flimmerkiste zu verbringen. Liegt der Fernsehkonsum bei Kindern bis 13 Jahren noch bei etwa 1,5 Stunden täglich, so steigert er sich mit zunehmendem Alter auf bis zu 4,5 Stunden am Tag. Doch längerer Konsum bedeutet auch steigende Energiekosten und die fallen je nach Gerät ganz unterschiedlich aus. In den Fernsehertabellen ist die Stiftung Warentest bei der Ermittlung der Stromkosten von einer vierstündigen täglichen Nutzung ausgegangen und hat die Stromverbrauchswerte aller Fernsehgeräte des Testjahrgangs 2008 zusammengestellt.


Ergebnis


Bei einer Nutzungsdauer von 12 Jahren betragen die Stromkosten beim sparsamsten Fernseher rund 163 Euro und beim ,,gefräßigsten" etwa 1565 Euro. Entscheidend für den Stromverbrauch der TV-Geräte sind Bildschirmart und Bildschirmgröße. Der Verbraucher sollte daher einkalkulieren, dass größere Fernseher deutlich höhere Stromkosten verursachen. Energiekosten sind jedoch nicht alles. Daher enthalten die Tabellen über Fernseher mit einer Bilddiagonale bis 85 Zentimeter und einer Bilddiagonale von 86 bis 110 Zentimeter auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest.

© STIFTUNG WARENTEST

Die kompletten Informationen finden Sie unter: Link zum Inhalt

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