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Espressomaschinen  Genuss ohne Reue



Kaffee

Bildquelle: aboutpixel.de / Kaffeepause © Jens Schumann

Vollautomatische Espressomaschinen gelten als schick und modern. Doch führt das mehr an Technik nicht zu steigenden Stromkosten? Das Ergebnis überrascht: Nicht die eigentliche Kaffeeerzeugung, sondern insbesondere die Bereitschaft der Geräte steigert die Stromkosten maßgeblich.


4 Wattstunden für den Espresso


Sie erhitzen Wasser, mahlen die Bohnen, schäumen Milch auf, wärmen Tassen vor und reinigen sich zum Teil vollautomatisch - moderne Kaffee- und Espressomaschinen. Doch zur eigentlichen Kaffeeerzeugung benötigen die Geräte nur einen Bruchteil der Energie: Vier bis sechs Wattstunden sind im Schnitt notwendig um 40 Milliliter Wasser - eine Tasse Espresso - zu brühen.


Bereitschaft kostet Geld


Möglichst schnell und unkompliziert sollte der Weg zum Kaffeeglück sein. Doch die permanente Kaffeebereitschaft macht einen erheblichen Teil der Stromkosten aus. So verbrauchten die Geräte im letzten Test zwischen 64 und 190 Wattstunden in acht Stunden, ohne einen einzigen Espresso zu brühen. Ärgerlich: Wenn die Geräte durch fehlende Netztrennschalter oder stromfressende Timerschaltung unnötig Strom saugen. Noch schlimmer: Wenn der Stromverbrauch der Maschine gar nicht anzusehen ist. Die Politik hat reagiert und möchte den unnötigen Stromverbrauch von Kaffeemaschinen für den Verbraucher deutlich machen. In der Diskussion: Ein Energielabel auch für Kaffeemaschinen.


Programmierung bringt Geld


Neben dem Kaffeegenuss achten daher immer mehr Hersteller auch auf den Stromverbrauch. Moderne Maschinen besitzen häufig Energiesparoptionen. Eine Variante: Die automatische Abschaltung. Je nach Programmierung geht das Gerät zwischen 30 Minuten und 24 Stunden nach dem letzten Gebrauch aus. Doch die energiesparendste Variante ist nicht immer vom Werk voreingestellt. Nervig: Wenn sich zum Beispiel die Tassenvorwärmfunktion nicht mit ausschaltet. Das Einsparpotential durch Programmierung ist erstaunlich. Pro Jahr können das bis zu 37 Kilowattstunden oder 7,40 Euro sein. Das entspricht immerhin 50 Prozent des gesamten Stromverbrauchs einer Maschine.


Vorgehensweise


Die Stiftung Warentest hat ein Nutzungsszenario mit 1 500 Espressobezügen pro Jahr entwickelt, das sowohl die Werkseinstellung als auch die energiesparendste Option berücksichtigt. Aus den Stromverbrauchswerten aller getesteten Espressomaschinen des Testjahrgangs 2008 errechneten wir den Stromverbrauch für ein Jahr. Anschließend wurden mit einem Strompreis von 20 Cent pro Kilowattstunde die Stromkosten des jeweiligen Gerätes über die durchschnittliche Nutzungszeit von sechs Jahren ermittelt.


Nur eine Maschine im Stromverbrauch vorbildlich


Bei einer Nutzungsdauer von sechs Jahren betragen die Stromkosten beim sparsamsten Modell 46 Euro und beim energiehungrigsten 106 Euro. Im diesjährigen Test war die Jura ENA 5 die energiesparendste Maschine. Sie trennt das Gerät vollständig vom Stromnetz, verbraucht als Einzige keinen Strom im Standby und die Kaffee-Bereitschaftsfunktion ist mit 14 Wattstunden in acht Stunden die energiesparsamste unter den 15 getesteten Maschinen. Doch Achtung! Strom sparen ist nicht alles. Deshalb enthält die Tabelle über Espressomaschinen auch das Qualitätsurteil der Stiftung Warentest. So spart die Jura ENA 5 zwar Strom, hat aber Schwächen bei der Espressozubereitung. Es lohnt sich daher immer, Stromverbrauch und Qualitätsurteil gemeinsam zu betrachten und aus dem Vergleich beider Größen das effizienteste Gerät zu ermitteln.

© STIFTUNG WARENTEST

Die kompletten Informationen finden Sie unter: Link zum Inhalt

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